{"id":21,"date":"1988-01-27T22:59:40","date_gmt":"1988-01-27T20:59:40","guid":{"rendered":"http:\/\/bibliotheksurteile.wordpress.com\/?p=43"},"modified":"2011-08-26T13:15:53","modified_gmt":"2011-08-26T11:15:53","slug":"vg-minden-vom-27-januar-1988-az-10-k-152987","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/?p=21","title":{"rendered":"Vollziehbarkeit eines R\u00fcckgabeanspruchs"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gericht: <\/strong> Verwaltungsgericht Minden<\/p>\n<p><strong>Entscheidungsdatum: <\/strong> 27.01.1988<\/p>\n<p><strong>Aktenzeichen: <\/strong>10 K 1529\/87<\/p>\n<p><strong>Entscheidungsart: <\/strong> Beschluss<\/p>\n<p><strong>eigenes Abstract: <\/strong>Die Kl\u00e4gerin forderte aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse Prozesskostenhilfe. In diesem Zusammenhang musste das Verwaltungsgericht pr\u00fcfen, ob das Vorgehen der Kl\u00e4gerin gegen die Zwangsmittelfestsetzung der Stadt Bielefeld wegen der Nichtr\u00fcckgabe von Bibliotheksmedien hinreichend Aussicht auf Erfolg bot.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Beschluss<\/strong><br \/>\nIn dem verwaltungsgerichtlichen Verfahren der Frau X., 4800 Bielefeld 1, Kl\u00e4gerin. &#8211;  Prozessbevollm\u00e4chtigte Rechtsanw\u00e4lte K. und P.<\/p>\n<p>gegen<\/p>\n<p>den Oberstadtdirektor der Stadt Bielefeld, Beklagten, wegen Aufforderung zur R\u00fcckgabe von Medien hier: Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe hat die 10. Kammer des VERWALTUNGSGERICHTS MINDEN am 27. Januar 1988 durch den Vorsitzenden Richter am Verwaltungsgericht H., den Richter am Verwal\u00adtungsgericht A., die Richterin am Verwaltungsgericht S. beschlossen. Der Kl\u00e4gerin wird f\u00fcr das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Prozess\u00adkostenhilfe ohne Zahlungsbestimmung bewilligt und Rechtsanwalt K. beige\u00adordnet.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcnde<\/strong><br \/>\nDer Kl\u00e4gerin war auf ihren Antrag gem\u00e4\u00df \u00a7 166 VwGO i.V.m. den \u00a7\u00a7114 ff. ZPO Prozesskostenhilfe zu bewilligen, da sie nach ihren pers\u00f6nlichen und wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen die Kosten der Prozessf\u00fchrung nicht aufbringen kann und die beabsichtigte Rechtsverfolgung auch hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet; die Verf\u00fcgungen des Beklagten vom 4.2. und 26.3.1987 durften n\u00e4mlich hinsichtlich eines wesentlichen, f\u00fcr das Prozesskostenhilfeverfahren nicht abtrennbaren Teils &#8211; n\u00e4mlich hinsichtlich der in ihnen ausgesprochenen Zwangsgeldandrohungen &#8211; rechtswidrig sein; eine Zwangsmittelfestsetzung (und demgem\u00e4ss auch eine Zwangsmittelandrohung) durfte den Nachweis voraussetzen, dass die Kl\u00e4gerin die streitigen Medien nicht zur\u00fcckgegeben hat und deshalb noch in der Lage ist, die mit dem Zwangsmittel zu erzwin\u00adgende Handlung vorzunehmen); dieser Nachweis ist erst dann erbracht, wenn festgestellt wird, wo sich die Medien derzeit befinden oder ggf. dass sie ver\u00adnichtet wurden; ein derartiger Nachweis ist mit angemessenem Aufwand nicht zu erbringen; Aufforderungen an Benutzer von \u00f6ffentlichen Leihbibliotheken, bestimmte Medien zur\u00fcckzugeben, d\u00fcrften deshalb regelm\u00e4\u00dfig nicht vollzieh\u00adbar sein; die Betreiber \u00f6ffentlicher Bibliotheken d\u00fcrften vielmehr darauf ange\u00adwiesen sein, sich darauf zu beschr\u00e4nken, einzelne Benutzer bei wiederholt festgestellter Nichtr\u00fcckgabe von Medien von der weiteren Benutzung der Bib\u00adliothek auszuschlie\u00dfen.<br \/>\n<strong><br \/>\nRechtsmittelbelehrung<\/strong><br \/>\nDieser Beschluss ist f\u00fcr die Beteiligten unanfechtbar (\u00a7 166 VwGO, \u00a7 127 Abs. 2 Satz 1 ZPO); die Staatskasse kann nach Ma\u00dfgabe des \u00a7 127 a Abs. 3 ZPO n.F. Beschwerde einlegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gericht: Verwaltungsgericht Minden Entscheidungsdatum: 27.01.1988 Aktenzeichen: 10 K 1529\/87 Entscheidungsart: Beschluss eigenes Abstract: Die Kl\u00e4gerin forderte aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse Prozesskostenhilfe. In diesem Zusammenhang musste das Verwaltungsgericht pr\u00fcfen, ob das Vorgehen der Kl\u00e4gerin gegen die Zwangsmittelfestsetzung der Stadt Bielefeld wegen der Nichtr\u00fcckgabe von Bibliotheksmedien hinreichend Aussicht auf Erfolg bot.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,298],"tags":[49],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":164,"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21\/revisions\/164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bibliotheksurteile.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}